EEG-Vergütung für Altanlagen bis mindestens 2020

| Recht & Steuern

Wir suchen die ältesten netzgekoppelten Photovoltaikanlagen. Schon bevor das EEG im Jahr 2000 vom Deutschen Bundestag beschlossen wurde, installierten Photovoltaik-Pioniere viele Tausend Anlagen. Es begann um das Jahr 1990 mit dem 1000-Dächer-Programm des Bundesforschungsministeriums. Über 2.000 Anlagen wurden mit Zuschüssen gefördert installiert.

Danach beschlossen in den 90er-Jahren zahlreiche Kommunen auf Vorschlag vieler Aktiver des Solarenergie-Förderverein Deutschland (Aachen) und weiterer Solarinitiativen Einspeisevergütungen nach dem Modell der „Kostendeckenden Vergütung“. Manche Betreiber errichteten ihre Anlagen sogar ganz ohne Förderung oder zumindest ohne Aussicht auf wirtschaftliche Amortisation ihrer Investition.

Doch seit April 2000 gilt auch für diese Altanlagen der Anspruch auf die Einspeisvergütung aus dem EEG. Betreiber, die im Rahmen der Kostendeckenden Vergütung von ihren Stromversorger eine höhere Vergütung erhalten, haben zwar vorrübergehend auf die EEG-Vergütung verzichtet. Doch bleibt dieser gesetzliche Anspruch weiterhin bestehen.

Was viele nicht wissen: Als Inbetriebnahmejahr gilt im EEG für Altanlagen das Jahr 2000, auch wenn die Anlage vor April 2000 errichtet wurde. Die EEG-Vergütung wird also bei einer beispielsweise im Jahr 1994 errichteten Anlage nicht nur bis 2014 gezahlt, sondern bis Ende 2020. Keine Photovoltaikanlage fällt also vor Januar 2021 aus der EEG-Vergütung. Läuft eine andere Vergütungsregelung vorher aus, hat der Betreiber bis Ende 2020 ebenfalls Anspruch auf die EEG-Vergütung entsprechend dem Inbetriebnahmejahr 2000.

Schreiben Sie uns, wenn Sie Fragen zu dieser Regelung haben. Ist Ihre Anlage vor 1995 errichtet worden? Wir suchen die ältesten noch laufenden Photovoltaikanlagen und Ihre Erfahrungen aus über 20 Betriebsjahren. Schreiben Sie an: thomas.seltmann@solarbetreiber.de

Autor: Thomas Seltmann

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