Club-Köpfe: Der Vorsitzende Jan Wecke

| Neues aus dem Club

Foto: ASG-Solar / Jan Wecke

In einer Serie stellen wir künftig die Menschen vor, die sich im DSC für Solarbetreiber engagieren. Den Anfang machen wir mit dem Vereinsvorsitzenden Jan Wecke.

Nach fast 20 Jahren bei der Sparkasse wollte Jan Wecke noch einmal etwas anderes machen. „Ein Freund von mir hatte sich im Jahr 2007 mit Photovoltaik beschäftigt und weil es auch um Finanzierungsfragen ging, sind wir das Thema gemeinsam angegangen“, erklärt Wecke seine Hinwendung zur Solarenergie. Gemeinsam haben beide dann in Köthen eine Firma gegründet, deren Geschäftsführer er bis heute ist.

Doch sein Engagement ging schnell über das rein berufliche hinaus. Als Schatzmeister des Landesverbandes Erneuerbare Energien Sachsen-Anhalt spricht er viel auch mit Entscheidern in Politik und Wirtschaft und versucht sie für die Energiewende zu begeistern. Und auch in dem Kinofilm „Leben mit der Energiewende“ des Filmemachers Frank Farenski kommt Wecke zu Wort.

Privat nutzt er ebenfalls längst die Kraft der Sonne. Mit seiner 6,7-Kilowatt-Photovoltaikanlage ist er ein typischer Betreiber der in Deutschland inzwischen 1,5 Millionen Anlagen. „Eine Wärmepumpe holt Heizenergie aus der Umgebung und als nächstes kommt ein Stromspeicher ins Haus und das Elektroauto ist fest eingeplant“.

Zum DSC kam Jan Wecke über den Ärger um die drastischen Förderkürzungen im Jahr 2012. Seit Ende 2013 ist er Vorsitzender und treibt das Wachstum des Club voran. „In der heutigen Zeit ist es nicht einfach, eine solche Organisation aus dem Nichts aufzubauen und erfolgreich zu machen“, so seine Erfahrungen in der Startphase des Club. „Vor allem kümmern wir uns deshalb im Moment um attraktive Angebote für Mitglieder, damit eine Mitgliedschaft interessant und lohnend ist. Aber auch organisatorisch ist die Aufbauarbeit noch nicht zu Ende.“

Wecke hat deshalb kurzerhand dem jungen Verein erst einmal in seiner Firma kostenlos Raum und Ressourcen zur Verfügung gestellt. Inzwischen sitzt dort eine Teilzeitkraft, die sich um die Mitglieder und den Verwaltungskram kümmert, um dem ehrenamtlich arbeitenden Vorstand den Rücken freizuhalten.

Um schneller voranzukommen und den Mitgliedern noch mehr und bessere Leistungen anbieten zu können, wünscht sich der Clubvorsitzende aber auch noch mehr Mitglieder und auch aktive Mitwirkung der Mitglieder: „Wir freuen uns über jeden, der ein bisschen mithilft und organisieren die Zusammenarbeit sehr kollegial und freundschaftlich.“

Weckes Vision für den DSC ist „so eine Art ADAC der Solarbetreiber“. Viele haben noch nicht erkannt, dass eine Photovoltaikanlage manchmal mangelhaft ist oder zu geringe Erträge liefert. Wir wollen die Betreiber dabei unterstützen, Risiken zu verringern, die Qualität zu verbessern und die politischen Einflussmöglichkeiten der Solarenergienutzer zu stärken. Die Leute sollen Freude daran haben, Solarenergie zu nutzen.“

Dazu brauche es zuverlässigere Rahmenbedingungen als das jetzige Hü-und-Hott der Bundesregierung. Wenn er beim Bundeswirtschaftsminister einen Wunsch frei hätte, sagt Wecke, würde er die sofortige Abschaffung der EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch fordern.

Autor: Thomas Seltmann

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