Höhere Förderung für Mini-BHKW

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Kleine BHKW sind effizienter als große Kraftwerke und lassen sich gut mit Photovoltaik kombinieren. Grafik: www.asue.de

Als stromerzeugende Heizung ziehen kleine BHKW jetzt auch in Einfamilienhäuser. Gerade die Kombination mit Photovoltaik ist sinnvoll.

Photovoltaik und BHKW sind eine gute Kombination: Im Sommer deckt der Solarstrom einen großen Teil des Strombedarfs. Im Winter erzeugt das BHKW Strom fürs Haus und Wärme für die Heizung. Kleine Nano- und Mikro-BHKW sorgen dafür, dass diese Kombination schon in Ein- und Zweifamilienhäusern sinnvoll sein kann.

BHKW ist die Abkürzung für Blockheizkraftwerk, auch Kraft-Wärme-Kopplung genannt, und bedeutet, dass ein Motor Strom erzeugt und die dabei entstehende Abwärme für Heizung und Warmwasser oder Prozesswärme sinnvoll genutzt wird. In den letzten Jahren wurden immer kleinere Aggregate entwickelt, die auch als stromerzeugende Heizung bezeichnet werden.

Auch BHKW-Anlagen werden staatlich gefördert, sogar dreifach: Erstens durch einen Zuschuss, der beim BAFA beantragt werden kann („Mini-KWK-Impulsprogramm“). Zweitens durch eine Vergütung für jede erzeugte Kilowattstunde (KWK-Zuschlag und vermiedene Netznutzungsentgelte vNNE). Drittens können zur Finanzierung zinsgünstige Darlehen der KfW in Anspruch genommen werden. Für die kleinen BHKW wurden die  Förderkonditionen seit Jahresanfang sogar verbessert.

Die Zuschüsse aus dem Impulsprogramm sind jetzt höher: „Die neue Mini-KWK-Richtlinie beschert Hausbesitzern, die ein neues Nano- oder Mikro-BHKW in Betrieb nehmen, nicht nur einen bis zu 33 Prozent höheren Basisfördersatz, sondern darüber hinaus zusätzlich neue Bonusförderungen für Wärmeeffizienz und Stromeffizienz“, schreibt die BHKW-Infothek. „Insgesamt steigt die Förderung durch die neue Regelung bei Vorliegen aller Voraussetzungen um bis zu 146 Prozent im Vergleich zum vorherigen Fördersatz.“

In einer Beispielrechnung zeigt die BHKW-Infothek: Für ein Nano-BHKW mit einem Kilowatt elektrischer Leistung, das ab Werk über einen Brennwertwärmetauscher verfügt, einen zertifizierten elektrischen Wirkungsgrad von über 31 Prozent erreicht und wenn bei der Installation ein hydraulischer Abgleich erfolgt, erhält der Betreiber vom BAFA bis zu 3.515 Euro Zuschuss.

Alle Details zur neuen Förderung in diesem Beitrag auf der Internetseite der BHKW-Infothek.

Die Förderung im Impulsprogramm muss – anders als bei der EEG-Vergütung für Photovoltaikanlagen üblich – vor dem Kauf eines BHKW beantragt werden. Wer vor Antragstellung mit dem Vorhaben beginnt, kann keinen Zuschuss erhalten. Dieser „Frühstart“ ist laut BHKW-Infothek der häufigste und am leichtesten zu vermeidende Ablehnungsgrund für Förderanträge im Mini-KWK-Impulsprogramm.

Autor: Thomas Seltmann (mit Material von www.bhkw-infothek.de)

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